Curry-Geschichte

Gewuerze

Currys gibt es schon seit schätzungsweise 5000 Jahren, und die meisten der heutzutage bekannten Currys stammen aus Asien. Curry wird vor allem in der indischen (inklusive Sri Lanka), malaiischen und thailändschen Küche verwendet, ist aber mittlerweile auch in westlichen Breitengraden ein nicht mehr weg zu denkender Bestandteil der Esskultur.

Curry wird üblicherweise als Bezeichnung für eine Gewürzmischung verwendet, die aber korrekt Masala (= Mischung) heißen müsste. Als die Engländer Indien im 17. Jahrhundert kolonisierten, waren sie fasziniert von der Indischen Küche und deren vielfältige Verwendung von Gewürzen.

Im Laufe der Zeit wurde eine solche Nachfrage geschaffen, dass bereits 1780 Fabriken in Madras unzählige Gewürzmischungen mit unterschiedlichem Gehalt an Kurkuma herstellten, und diese in das gesamte britische Reich exportiert wurden.

Das Wort „Curry“ entstand während dieser Kolonialzeit der Engländer und bezieht sich auf das südindische, tamilische Wort „kaikaari“, oder in kürzerer Version „kaari“, welches „Sauce“ bzw. „Gericht mit Sauce“, bedeutet.

Einige Südost-Asiatische Kulturen würzen ihre Speisen schon seit Jahrhunderten mit vielen verschiedenen Gewürzen, um den Gerichten den gewünschten Geschmack zu verleihen. In Indien, Sri Lanka, Malediven, Malaysia oder Thailand ist es auch heute noch häufig so, dass Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben werden, und die Currypulver, also DER Bestandteil eines jeden Currys, selber zusammengemischt werden.

Indische Currys z.B. sind über die Jahrhunderte hinweg mehr oder weniger gleich geblieben - mit dem Unterschied, dass früher das Indisch Curry vielleicht noch wesentlich schärfer und würziger zubereitet wurde, um den Geschmack von altem und vergammeltem Fleisch zu vermeiden. Denn damals gab es den Luxus von Kühlschränken nicht, und so dachte man sich Currys und Curry- Soßen „um das Fleisch herum“ aus. Und auch heute noch besteht ein gutes Curry zum Großteil aus der cremigen und scharfen Currysauce.

Kurkuma

In allen erwähnten Ländern wird praktisch jedes Currypulver („Garam Masala“) direkt vor dem eigentlichen Kochen frisch zubereitet, indem die einzelnen Zutaten geröstet, gemahlen und vermischt werden. Im Gegensatz dazu enthalten die fertigen Currypulver, wie heutzutage überall erhältliche sind, zumeist einen sehr hohen Anteil an Kurkuma / Gelbwurz (Bild links) und werden den jeweiligen Landesgeschmäckern angepasst.

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